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Wieder Protest-Camp bei Minusgraden am Mozartplatz

|   Flucht und Asyl

Medieninformation, 7. Februar 2021

13 Zelte am Mozartplatz machten von Samstag auf Sonntag auf die verzweifelte Lage von Geflüchteten in den Lagern in Griechenland und in Bosnien aufmerksam. Peter Ruhmannseder von Solidarisches Salzburg, der mit weiteren Menschrechts-Aktivist*innen bereits die zweite Nacht im Freien verbrachte: „Das war sicher nicht die letzte Aktion, der Widerstand gegen diese kaltherzige Asylpolitik muss weitergehen.“ In Salzburg gibt es derzeit 270 ungenützte Plätze zur Grundversorgung von Geflüchteten. Landeshauptmann Haslauer soll sich beim Bundeskanzler dafür einsetzen, dass Salzburg Geflüchteten helfen darf.

Protest-Camps wie am Mozartplatz fanden am Wochenende in insgesamt sieben Landeshauptstädten statt. Über eine Live-Schaltung, die auf eine Videowand übertragen wurde, berichtete die Aktivist*in Doro Blancke direkt aus Griechenland über die untragbaren Zustände. „Seit zwei Wochen regnet es, es hat auch geschneit. Das Lager Kara Tepe muss sofort evakuiert werden, Europa darf diese Menschen nicht länger alleine lassen.“

 

Ebenfalls über die Video-Wand wurde Videos von Salzburger Persönlichkeiten abgespielt, die sich mit Geflüchteten solidarisch erklärten und die Aktion „Salzburg hat Platz“ unterstützen. Zu diese Persönlichkeiten gehören beispielswiese der Schauspieler Fritz Egger, die Autorin Birgit Birnbacher oder Kinder- und Jugendanwältin Andrea Holz Dahrenstaedt.

 

Das Protest-Camp am Mozartplatz wurde von Plattform Menschenrechte und Solidarisches Salzburg organisiert.