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VertretungsNetz mit Rose der Menschenrechte ausgezeichnet

Plattform würdigt heuer den Einsatz für Menschen mit beschränkter Entscheidungsfähigkeit.

 

Das VertretungsNetz lebt die Menschenrechte nicht nur in der täglichen Beratungstätigkeit. Die Mitarbeiter*innen bieten Unterstützung und rechtliche Vertretung, beispielsweise wenn eine Person zwangsweise auf einer psychiatrischen Abteilung untergebracht wird. Der gemeinnützige Verein setzt sich ebenso für die Rechte von Menschen mit psychischen Erkrankungen oder intellektuellen Beeinträchtigungen ein, wenn es zu Freiheitsbeschränkungen in Pflegeheimen, Behinderteneinrichtungen oder Krankenhäusern kommt.

Die Verleihung dieses Salzburger Menschenrechtspreises erfolgt traditionell am 10. Dezember zum Internationalen Tag der Menschenrechte auf einer öffentlichen Veranstaltung. Diesmal übergab Christine Dürnfeld, Sprecherin der Plattform für Menschenrechte Salzburg, die Rose im Rahmen einer TV-Sendung beim Freien Fernsehen FS1 an Norbert Krammer, Bereichsleiter vom VertretungsNetz für Salzburg und Tirol.


Mehr Autonomie für Menschen mit beschränkter Entscheidungsfähigkeit

Wie Krammer betonte, gab es in Bezug auf Selbstbestimmung von Personen mit geminderter Entscheidungsfähigkeit zuletzt deutliche Verbesserungen. Der Grund liegt im Erwachsenenschutzgesetz, das vor zwei Jahren das alte Sachwalter-Recht abgelöst hat. Das Gesetz sieht nun verschiedenen Möglichkeiten der Vertretung vor, wenn die Entscheidungsfähigkeit einer Person gemindert ist. Keine davon führt zu einem automatischen Verlust der Geschäftsfähigkeit oder gar zu einer Entmündigung – wie dies lange Zeit die Regel war. Im VertretungsNetz sind die Bereiche Erwachsenenvertretung, Patientenanwaltschaft und Bewohnervertretung zusammengefasst.

Für Christine Dürnfeld von der Plattform Menschenrechte ist die Arbeit vom VertretungsNetz ein Beispiel dafür, dass Menschenrechte auch in Salzburg täglich aufs Neue eingefordert und verteidigt werden müssen. „Menschenrechte fallen nicht vom Himmel“, so Dürnfeld. In der Plattform für Menschenrechte sind mehr als 30 Organisationen der Salzburger Zivilgesellschaft organisiert. Mit der Rose zeichnet die Plattform jedes Jahr Initiativen aus, die sich in Stadt und Land Salzburg nachhaltig für Menschen- und Grundrecht einsetzen.

Sendung von der Preisverleihung bei FS1