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Menschenrechte in Salzburg 12/2019

20 Jahre Plattform für Menschenrechte // Lehrgang lokale Menschenrechtsarbeit // Wenig Teilhabe durch neues Gesetz // 40 Jahre Wohnungslosenhilfe Salzburg // Forderungen für ein neues Regieren // Tipps & Termine 

 

20 Jahre Plattform für Menschenrechte

Albert Mondschein vom Zentrum für Politische Schönheit Berlin sowie Studierende des Thomas Bernhard-Institutes liefern Beiträge zum Jubiläum 20 Jahre Plattform Menschenrechte am 10. Dezember ab 19.00 Uhr in der ARGEkultur. Das Jubiläum steht unter dem Motto Eine Geschichte von Scheitern und Widerstand. Die Plattform - der heute mehr als 30 Organisationen der Zivilgesellschaft angehören - war und ist der Versuch, der vorherrschenden Politik der Ausgrenzung Solidarität und gemeinsames Handeln entgegenzusetzen.

 

Lehrgang lokale Menschenrechtsarbeit ab Jänner

Auf welchen rechtlichen Grundlagen basiert lokale Menschenrechtsarbeit? Wie komme ich von der persönlichen Betroffenheit zu einer wirkungsvollen Strategie? Was ist bei Lobbying und Öffentlichkeitsarbeit zu beachten? Welchen Regeln braucht es für die Arbeit in Teams? Antworten auf solche Fragen bietet dieses Qualifizierungsangebot für ehrenamtlich Engagierte in zivilgesellschaftlichen Organisationen und Privatpersonen. Der Lehrgang umfasst sechs Module jeweils an Samstagen und startet am 18. Jänner >> Info und Anmeldung

 

Wenig Teilhabe durch neues Gesetz

Viel Kritik gibt es zum neuen Salzburger Teilhabegesetz von Organisationen, die Menschen mit Behinderungen vertreten. Die Umbenennung des alten Behindertengesetzes vermittle fälschlicherweise den Eindruck einer großen Reform. Tatsächlich orientiere sich das neue Gesetz nach wie vor an einem diagnostischen Modell von Behinderung. Dabei gehe es um das Gewähren von Hilfen und nicht um ein selbstbestimmtes Leben im Sinne der UN-Konvention. So werde Persönliche Assistenz weiterhin nicht als Maßnahme zur Teilhabe beschrieben, sondern "als Pilotprojekt" ohne Rechtsanspruch >> Mehr Info

 

40 Jahre Wohnungslosenhilfe Salzburg

Das Forum Wohnungslosenhilfe feierte im November sein 40jähriges Bestehen. Das Forum ist aus dem Verein Treffpunkt hervorgegangen, der ersten Beratungsstelle in Salzburg für Menschen in Armut, Ausgrenzung und Wohnungslosigkeit. Anlass zur Gründung war der so genannte Vagabundage-Paragraf, den der Salzburger Landtag 1978 mit den Stimmen aller Parteien beschlossen hatte. Demnach war mit bis zu zwei Wochen Arrest zu bestrafen, "wer sich erwerbs- und beschäftigungslos umhertreibt und nicht nachzuweisen vermag, dass er die Mittel zu seinem Unterhalt besitzt .." >> Mehr Info

 

Forderung für ein neues Regieren

Die Organisation SOS Mitmensch richtet an alle Parteien zehn Menschenrechtsforderungen für ein neues Regieren. Die Forderungen reichen vom Ausbau der Schulsozialarbeit für Kinder und Jugendliche mit weniger Chancen bis hin zu einem Stopp der staatlichen Inseratengelder für rechtsextreme Medien. Die Forderungen können als Online-Petition unterstützt werden.

 

Tipps & Termine

Weltverbesserung im Kleinen. Im ifz im Edith-Stein-Haus am Mönchsberg wird am Mittwoch 4. Dezember 18.30 Uhr das Buch Weltverbesserung im Kleinen präsentiert.

Geschlecht. Macht. Arbeit. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen können das Fortkommen - je nach Geschlecht - fördern oder behindern. Wie? Das wird am Donnerstag 5. Dezember ab 17.00 Uhr in der ARGEkultur diskutiert. Mit Laura Wiesböck, Lena Jäger u.a.

Café der Kulturen. Das Café der Kulturen im ABZ in Itzling hat am Freitag 6. Dezember ab 16.00 Uhr geöffnet.

Lunch-Debatte im AAI. Im Rahmen der Lunch-Debatte im Afroasiatischen Institut beleuchten am 10. Dezember ab 13.00 Uhr Josef Mautner und Markus Rötting den Kampf um die Menschenrechte.

Lehrgang für Leichte Sprache. Im Bildungshaus St. Virgil findet ab dem Frühjahr 2020 ein mehrteiliger Lehrgang für Leichte Sprache statt.